In der Gemeinschaft Leben und Wohnen

Acht bis zehn Schülerinnen und Schüler leben mit ihren Pädagogen in sogenannten Internatsfamilien zusammen.

Morgens im Unterricht sind die Lehrerinnen und Lehrer Wissensvermittler, in der kleinen Lebens- und Wohngemeinschaft dann „Familieneltern“. Jeder – Schüler und Lehrer – übernimmt seinen Teil an Verantwortung in dieser kleinen Wohngruppe, um das Zusammenleben so angenehm wie möglich zu gestalten. Respektvoller Umgang mit dem Anderen ist selbstverständlich für einen „Lietzer“

Unsere drei Internate liegen auf dem Land, eingerahmt von Wiesen, Feldern und Wäldern – einem Ambiente, das konzentriertes Arbeiten fördert und aus dem man Kraft schöpfen kann. Eine größere Stadt – Fulda bzw. Coburg – ist in der Nähe. Bis zur Klasse 11 und teilweise bis Klasse 12 leben die Schüler in Zweibettzimmern. Die Schülerinnen und Schüler der letzten Klassen können Einzelzimmer beziehen, wo sie sich in Ruhe auf ihre Prüfungen vorbereiten können.

Langeweile ist an den Hermann-Lietz-Schulen ein Fremdwort. Während die Jüngsten in ihrer Freizeit noch pädagogisch eng betreut werden, wächst der Grad der Selbstständigkeit und der Freiheit mit dem Alter der Schülerinnen und Schüler. Es gibt einerseits traditionelle Veranstaltungen, die alle Heimbewohner gemeinsam besuchen: Theatervorstellungen, Sportfeste oder auch Wochenendpartys. Es steht jedoch jedem einzelnen genügend freie Zeit für individuelle Aktivitäten zur Verfügung. Manchmal muss man auch allein sein können, im eigenen, selbst gestalteten Wohnbereich Musik hören, lesen oder mit den engsten Freunden über die Dinge des Lebens philosophieren.

An den Wochenenden gibt es altersgemäße offene Angebote. In regelmäßigen Abständen von zwei Wochen gibt es ab Freitagnachmittag Heimfahrwochenenden. Für die Schüler, die nicht nach Hause fahren können, gibt es ein gesondertes Angebot.

Haubinda, das größte unserer drei Internate führt eine Ganztagesschule. Die insgesamt 292 „externen“ Schülerinnen und Schüler sind von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr auf dem Campus. Für ihren Transport zu und von der Schule haben wir Schulbusse eingesetzt.

Die „Tagesheimler“ stellen sich denselben Anforderungen wie die Internatsschüler: Gilde, Praktische Arbeit, Schülerparlament etc. gehören zu ihren täglichen Verpflichtungen. Es ist selbstverständlich, dass sie sich für die Schulgemeinschaft und „ihre Schule“ engagieren.

Luisa Arnold

Schülerin

"Ich interessiere mich vor allem für Kunst und Theater. Ich hätte nie gedacht, dass einmal ein von mir gemaltes Motiv für so ein großes Projekt wie für die Erstellung der Hohenwehrda-Tassen verwendet wird. Darauf bin ich sehr stolz. Meine drei großen Brüder waren auch schon hier. Ich denke das Internatsleben hat mir mehr Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet, die ich anderswo nicht bekommen hätte. Ich verstehe mich hier mit allen Lehrern gut und habe hier viele tolle Freunde, mit denen ich zusammenleben kann."


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