Haubinda, 4 Obstbäume

Betrag: 75,00 €
Baumpflanzaktion im Lietz Internatsdorf Haubinda – gefördert durch den Altbürgerverein

Familie Löffler - 10ter Baum gepflanzt.

Sagte mal ein großer Dichter,
dass ein Mann im Leben die drei Dinge schaffen solle, dass es lohnt.
Er soll einen Baum einpflanzen und ein Buch im Leben schreiben
und dann soll er zeugen einen Sohn.
Ja, so einfach sprach er aus das Wort,
und nun lebt es in den Menschen fort,
aber wie nur, wie nur, wie nur macht man es wahr?
(Holger Biege)

Wie macht man es wahr? Wie kann man die Ziele in seinem Leben erreichen, wie gestaltet man es sinnvoll? Diese schwierige Frage mag für die Schüler der Hermann-Lietz-Schule Haubinda vielleicht etwas einfacher zu beantworten sein als für andere - indem man es von einer anderen Seite (kennen) lernt. Steht das Baum pflanzen, Buch schreiben und Sohn (oder Tochter) zeugen symbolisch für erstrebenswerte Ziele des Lebens, so kann man das Lernen an den Hermann-Lietz-Schulen als Lernen mit Kopf, Herz und Hand assoziieren. So werden die Jugendlichen nicht nur unterrichtet und somit geistig für die Welt und das Leben gerüstet, sondern auch zu einer starken, positiv denkenden und handelnden Persönlichkeit erzogen, die vieles im Leben erreichen kann.

Und zumindest das erste Ziel lässt sich bereits in Haubinda verwirklichen: einen Baum pflanzen. In diesem Sinne entstand die Tradition der Familie Löffler, jedes Jahr ein Bäumchen zu pflanzen. In diesem Jahre werden es nun zehn Bäume sein, welche die Schülerinnen und Schüler der Familie Löffler in Haubinda pflanzten. Jedes Jahr im Herbst wird vom Taschengeld ein Obolus abgezweigt um sich hier zu verewigen. Nicht alle Familienmitglieder beteiligen sich an dieser Aktion, auch wird es von anderen Heimbürgern kritisch gesehen, aber nach Jahren der Wiederkehr wird nach der Frage nach Mitschülern und Lehrern auch die Frage nach Wohl und Wehe des gepflanzten Baumes gestellt. Und mit zunehmendem Alter der Bäume wird auch die Anzahl derjenigen größer, welche sich für sich für Teil 2 und Teil 3 des erstgenannten Sprichwortes interessieren. Aber wer im lehmigen Boden Haubindas mit der Hand ein Loch gegraben und einen Baum dort gepflanzt hat, wird hiervor ebenfalls nicht zurückschrecken.

Die Bäume werden behandelt wie die Schüler: Die Reformpädagogik ist wie ein guter Gärtner, der den Boden bereitet und beständig pflegt, sodass die Pflanze Kind selbstständig und frei wachsen kann. Und in der natürlichen Umgebung Haubindas wachsen sie wunderbar - die Schüler und die Bäume.

Text: Uwe Löffler

Baumpflanzaktion im Lietz Internatsdorf Haubinda – gefördert durch den Altbürgerverein
Baumpflanzaktion im Lietz Internatsdorf Haubinda – gefördert durch den Altbürgerverein