Haubinda, Rasenmähroboter

Betrag: 3.815,00 €
Zuwendung der „Altbürger und Freunde der Hermann-Lietz-Schulen e.V.“

Das schwarze Schaf in Haubinda

Er arbeitet in der Nachtschicht - und das jede Nacht. Er hat keinen Urlaubsanspruch, verlangt keine Sozialleistungen, keine Krankenkassenbeiträge und keine Arbeitslosenversicherung. Er hat keinen Anspruch auf einen freien Tag, ein freies Wochenende oder gar Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Eine gesetzliche Arbeitszeiterfassung ist ebenso wenig notwendig wie ein Betriebsrat - er ist der ideale Arbeitnehmer. Lediglich der Arbeitsrhythmus würde möglicherweise manch einem Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin gefallen - drei Stunden arbeiten und dann eine Stunde Pause. Keine schlechte Variante für einen Acht-Stunden-Tag.

Seit wenigen Wochen ist der neue Mitarbeiter  jetzt  - dank des Lietzer Altbürgervereins - in Haubinda im Einsatz. Er verrichtet seine Arbeit zuverlässig, ohne Diskussionen oder Widerrede und arbeitet dabei nahezu lautlos.

Als er seine Arbeit erstmals aufnahm, rannten die Schafe aufgeregt zum Ort des Geschehens und beobachteten interessiert die Aktivitäten des neuen Mitarbeiters im Internatsdorf Haubinda, der das Gras mähte. Daraufhin bekam er von den technischen Mitarbeitern den Kosenamen "Schwarzes Schaf" verpasst. Klingt ja auch liebevoller als sein eigentlicher Name: Husqvarna Automower 450X.

Dabei handelt es sich um einen Mähroboter der Premiumklasse - intelligent genug, um die Herausforderungen großer und komplexer Rasenflächen zu meistern - wie mehrere enge Passagen, Hindernisse, schwieriges Gelände und Steigungen bis zu 45 Prozent. GPS-gestützte Navigation und Eigenschaften, wie Automower® Connect machen ihn zur intelligenten Lösung, um den Rasen grün, gesund und perfekt gemäht zu halten. Die Objekterkennung ermöglicht höhere Mähgeschwindigkeiten und eine Flächenkapazität bis zu 5000 qm. Mit der Automower® Connect App kann man ihn von überall auf der Welt verfolgen und mit ihm  interagieren. Er besitzt Allrad, eine Alarmanlage, Diebstahlsicherung und kann über GPS überall aufgespürt werden.

Nachdem das Rasen-Kleinfeld (80 x 40 Meter) bei der neuen Sportanlage in Haubinda angelegt worden war, reifte die Überlegung, wie der Rasenplatz regelmäßig und richtig gepflegt werden kann. Manuel Both, der technische Leiter stellte einen schriftlichen Antrag beim Altbürgerverein der Hermann Lietz Schulen. Er argumentierte, dass die tägliche Pflege des Rasens von enormer Wichtigkeit ist, da nur ein dichter Rasen ein gutes Polster besitzt und damit auch der Unfallverhütung dient. Um den Sportunterricht, die Gilden und andere sportliche Aktivitäten tagsüber mit Mäharbeiten nicht zu behindern, wollte man einen Mähroboter zum Einsatz bringen. Dieser soll vorrangig am späten Abend und nachts arbeiten, da in diesem Zeitfenster niemand gestört wird und Lärmbelästigung aufgrund der elektronischen Arbeitsweise nicht gegeben ist.

Und der Altbürgerverein zeigte sich aufgeschlossen und einsichtig für diese überaus sinnvolle Investition, übernahm dankenswerter Weise die Kosten für Anschaffung des neuen Mitarbeiters im Lietz Internatsdorf Haubinda, der nun regelmäßig seine Runden fährt und damit maßgeblich beiträgt, dass der Rasenplatz optimal gedeiht und erhalten bleibt.

Text u. Fotos: Volker Kilgus

Zuwendung der „Altbürger und Freunde der Hermann-Lietz-Schulen e.V.“
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