Symbiose aus Tradition und High Tech

Symbiose aus Tradition und High Tech im Lietz Internatsdorf Haubinda

Tradition und High Tech, Bodenständigkeit und Visionen - beides vereint gibt es im Lietz Internatsdorf Haubinda.

Diese Symbiose erklärt zugleich den Erfolg der Thüringer Hermann-Lietz-Schule und dem angegliederten Internat. Trotz elektronischer Tafeln, Online-Unterricht, Medienkompetenz und innovativen Projektarbeiten werden die Grundwerte des Internatsgründers nicht vergessen, sondern aktiv gelebt. Die Gemeinschaft und das gemeinsame Leben und Arbeiten prägt und bildet die Heranwachsenden in vielfältiger Art und Weise.

So ist es Tradition, dass die erste gemeinsame Aktivität der Internatsschülerinnen und Internatsschüler zum Schulbeginn der Besuch der Grabstätte von Hermann Lietz ist, der in Haubinda begraben ist. Auch diesmal versammelte Schul- und Internatsleiter Burkhard Werner zu Beginn des Schuljahres die Schülerschaft am Grab, und nach einer kurzen Andacht erinnerte Werner an Lietz und dessen Lebensweg.

Hermann Lietz wurde am 28. April 1868 in Dumgenevitz, Kreis Rügen geboren und am 12. Juni 1919 in Haubinda begraben. Er war das Kind eines Landwirtes, der Umgang mit den Tieren und der Natur haben ihn nachhaltig geprägt. Zur Schule ging er auf Gymnasien in den Hansestädten Greifswald und Stralsund. Lietz studierte Theologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik an der Universität Halle-Wittenberg, um dann 1892 sein Theologisches Examen und die Staatsprüfung für das höhere Lehramt in Philosophie, Deutsch, Religion und Hebräisch abzuschließen.

Lietz befasste sich zunehmend mit der Idee der Reformpädagogik, die durch einen einjährigen Aufenthalt bei Cecil Reddie in Abbotsholme/England entscheidend geprägt wurde. Nach seiner Rückkehr gründete er zahlreiche Landerziehungsheime, darunter auch die Hermann-Lietz-Schule Haubinda. Lietz sah seine Schulgründungen als einen Beitrag zur Sozialreform und zum sozialen Ausgleich. Nicht stures Pauken und Wissensanhäufung in einem staatlich regulierten Korsett, sondern die individuelle Persönlichkeitsbildung stand für ihn im Vordergrund. Dieses Ziel sah er in der Stadt nicht möglich, sondern nur auf dem Lande in natürlicher und gesunder Umgebung sah er die Umsetzung seiner erzieherischen Vorstellungen machbar.

Mit Geschichten und Anekdoten aus dem Leben von Lietz vermittelte der engagierte Lietzer Internatsleiter Burkhard Werner stimmungsvoll und unterhaltsam die Ideen und das Wirken des Reformpädagogen.

Mit diesem Einstieg in den Schul- und Internatsalltag wurden zugleich traditionelle Werte und neue Impulse in die Gemeinschaft eingebracht.

Text: Volker Kilgus
Fotos: Oliver Luther & Diethardt Fahrenbruch

Symbiose aus Tradition und High Tech im Lietz Internatsdorf Haubinda
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