Herausforderungen meistern mit der E-International

Das Team der E-International 2018/2019 mit ihrem Coach Robert Miebach (ganz links) beim DEWA (Dubai Water & Electricity Authority) Wasser- und Elektrizitätswerk während einem Vortrag und Führung

Coach und Projektkoordinator Robert Miebach erzählt in seinem Reisebericht u. a. von Kapstadt, Südafrika, dem letzten Auslandsaufenthalt der E-International im Schulhalbjahr 2018/2019. Er erläutert dabei die Besonderheiten und Herausforderungen der 6-monatigen internationalen Einführungsphase. Diese bietet Schülerinnen und Schülern die einmalige Gelegenheit, nicht nur fremde Länder und Kulturen auf ihrem Weg in die gymnasiale Oberstufe kennenzulernen, sondern die theoretischen schulischen Anforderungen mit praktischer Erfahrung zu verbinden. Sportliche Aktivitäten im Team ergänzen dieses attraktive Programm. 

Reisebericht von Robert Miebach

Kapstadt, Südafrika, im Januar 2019

Wir befinden uns in der letzten Woche des ersten Halbjahres. In sechs Tagen geht es zurück nach Deutschland und für die Teilnehmer beginnt der Schulalltag auf Bieberstein. Jetzt gerade sitzen sie am großen Tisch im Esszimmer und schreiben eine Englischklausur, beaufsichtigt durch unsere Sprachassistentin Christine, die uns auf der Reise durch Südafrika begleitet. Zwei Schüler schreiben die Klausur auf Papier, die anderen bevorzugen das iPad. Generell versuchen wir flexibel zu bleiben und die Geräte nur dann zu nutzen, wenn es wirklich Sinn macht. Mit dem Handy sollte es ähnlich sein, aber das ist schon eine größere Herausforderung.

Seit September sind wir nun unterwegs, in Europa, Asien und Afrika – alles ziemlich spannende Orte, an denen es eine Menge zu entdecken gibt.

Zu Beginn des Schuljahres habe ich die Schüler gefragt, warum sie an E-International teilnehmen wollen, was sie an den verschiedenen Projekten und Reisen reizt. Fast alle waren besonders von der Idee fasziniert, andere Länder und Kulturen kennenzulernen und zu sehen, wie die Menschen in anderen Ecken der Welt so leben. Doch das Reisen hat sich prinzipiell verändert. Auch an Orten wie Pokhara, Pushkar, oder der Wild Coast – traditionell eher „alternative“ Destinationen abseits des Massentourismus – sind wir nicht die einzigen, die den Blick auf den Bildschirm gerichtet haben während draußen das Leben pulsiert. Es scheint mittlerweile normal, durch Handy und Laptop immer ein Stück Heimat bei sich zu tragen und dies beeinflusst natürlich das Leben auf Reisen.

Auf der anderen Seite gibt es überall tolle neue Angebote. So ist es möglich, in der Altstadt Delhis an einer Street Food Tour teilzunehmen und Gerichte zu probieren, die einem ansonsten suspekt wären. Man kann das Zentrum von Soweto per Fahrrad erkunden und der Geschichte der Apartheid nachspüren. Nepalesische Familien nehmen uns in ihr Haus auf und lassen uns an ihrem Alltag teilhaben. Solche Aktivitäten sind leichter als jemals zuvor zu organisieren, daher sind wir mit E-International in der Lage, den Schülern intensive kulturelle Erfahrungen zu ermöglichen.

Letztendlich sind es jedoch die tollen Ideen und der Enthusiasmus der Teilnehmer, die eine Reise wirklich einzigartig machen. Das Programm lebt von der aktiven Mitgestaltung der Jugendlichen, sie sind involviert in die Gestaltung des Unterrichts und haben erheblichen Anteil an der Planung der außerschulischen Aktivitäten. Hier ist das Internet eine große Hilfe, es kann aber auch vom Wesentlichen ablenken. Die letzte Woche in Kapstadt wird nun alleine von den Schülern geplant. Sie entscheiden, wer einkaufen geht, wann sie Unterricht machen und was sie sonst noch so in dieser Stadt erleben möchten. Sie werden dabei wieder die Erfahrung machen, wie das Internet das Leben auf Reisen vereinfacht. Dass es keine wirkliche Alternative zu realen Erlebnissen bietet, hat vermutlich jeder bereits bemerkt.


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