Alpintriathlon 2010
Biebersteiner Damen erfolgreichstes Team
Die Attraktion des Präsenzwochenendes im Juni war der Alpintriathlon, den die Sektion Fulda des Alpenvereins zum dritten Mal veranstaltete. Bieberstein war mit gleich fünf Teams vertreten. Die Veranstaltung litt jedoch unter dem wechselhaften Wetter, das zunächst dafür sorgte, dass die Kletterrouten verlegt werden mussten. Zusätzlich hatte der Regen die Mountainbikestrecke wesentlich schwerer gemacht und es gab eine ganze Serie pannenbedingter Ausfälle. Auch die Laufstrecke mit ihrem steilen, lehmigen Schlussanstieg verlangte den Sportlern alles ab.
Nach vier Kletterrouten vom 4. bis zum 7. Grad, 16 km Bike mit 600 Höhenmetern und 5 km Lauf mit 150 Höhenmetern siegte Bieberstein in der Damenwertung unangefochten mit Klettertrainerin Mathilde Luxenburger, Hausdame Christine Seng (Bike), und unserer Sportpraktikantin Nadine Hermetschweiler (Laufen). Sportlehrer Lange und sein Radpartner Hans Link starteten diesmal nicht in der Altersklasse, in der sie konkurrenzlos gewesen wären, sondern zusammen mit unserem Zivildienstler Matthias Hohmann (Lauf) in der Hauptklasse und wurden in einem spannenden Finish gute Vierte.
Die Schülermannschaft Tim Kindinger, Fabian Bartz und Michael Gerard wurde durch den pannenbedingten Ausfall Fabians ebenso aus dem Rennen geworfen wie das Team Knut Häfner, Markus Meyer, Josua Bink. Das war sehr schade, hatten die Kletterer durch ihre guten Leistungen die Radfahrer doch in vordere Positionen gebracht. Dennoch ließen Josua und Michael es sich nicht nehmen, das Rennen gemeinsam mit Nadine zu Ende zu laufen, wenn auch außer Konkurrenz.
Am besten schnitt die Mannschaft mit unserem Kletterass Marc-André Fuchs, Viktor Sauerzapf (Bike) und Emrah Baydar als 8. des Klassements ab, die einen Sonderpokal erhielt, da Marc nur unwesentlich zu alt für die Jugendklasse war, das Team aber ansonsten diese Altersklasse ebenso souverän gewonnen hätte wie im vergangenen Jahr.
Tram-pam-pam-pam-pam-pampolin
Martina Pforr präsentiert neue Sportart
Für manche Sportarten ist es nicht genug, Sportlehrer zu sein, sondern man benötigt noch eine weitergehende Ausbildung, um sie unterrichten zu dürfen. So ist z. B. Schwimmunterricht an zwingend einen Rettungsschein gekoppelt. Für den Kletterunterricht braucht man gar einen einwöchigen Lehrgang, um mit Schülern in eine Kletterhalle zu dürfen und zwei weiter Wochen, um an Naturfelsen klettern zu dürfen. Ähnlich verhält es sich mit dem Trampolinspringen. Auch hier bedarf es aus methodischen wie aus Sicherheitsgründen eines gesonderten Lehrganges und einer Prüfung, um diese Disziplin mit Schülern bestreiten zu dürfen.
Jahrelang war das Trampolin auf Bieberstein verwaist. Nun hat unsere junge Kollegin Martina Pforr den Trampolinschein erworben und während des Präsenzwochenendes im April konnte sie den ersten Lehrgang anbieten. Nach einer ausführlichen Sicherheitsbelehrung und dem korrekten Aufbau des komplizierten Gerätes folgten die ersten Übungen, die vor allem der Sicherheit dienen. Das korrekte Betreten und Verlassen des Gerätes muss ebenso geübt werden wie der saubere Stop der Bewegung. Anfangs lächelten die Schüler über die Turnkästen und Weichböden, die zur
Sicherheit rundum aufgebaut wurden, doch bald wussten sie diese zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zu schätzen. Denn zu Anfang verließen etliche Schüler das Gerät ungewollt und im hohen Bogen. Aber bald schon stellten sich unter der fachkundigen Anleitung von Martina Pforr die ersten Erfolge ein. Sitzsprung, Drehungen, Bauchlandung, und schon ging es an die ersten Überschläge. Die Begeisterung kannte keine Grenzen und am Samstagabend wurde das Trampolin nicht etwa abgebaut, sondern blieb über Nacht stehen, damit am Sonntag gleich die nächste Einheit absolviert werden konnte.
Am Sonntagabend stellte Niko Tanner mit fünfzehn Rückwärtssalti in Folge einen ersten Rekord auf, den am folgenden Tag die 13er Kurse schon zu brechen versuchten. Wir dürfen gespannt sein, wie es mit der Entwicklung des Trampolinspringens auf Bieberstein weitergeht.
Reiner Lange
Indoor Cycling
Was’n das?
Nicht nur der Altbürgerverein hat sich über die Jahre als großer Förderer des Sports auf Bieberstein erwiesen indem er den Ausbau der Sportstätten vorantrieb, vor allem im Bergsportbereich. Auch einzelne Altbürger wie z. B. Sebastian Schnetgöke, der die Videoausrüstung zur Dokumentation der sportlichen Ereignisse sponserte, tun sich immer wieder als Förderer hervor. Zu diesen gesellen sich in zunehmendem Maße inzwischen auch Eltern, die an der speziellen Förderung des Sports auf Bieberstein teilnehmen. Hier ist vor allem Familie Bumiller zu nennen, die sich maßgeblich an der Finanzierung des Boulderraumes beteiligten. Unser Kollege Rudi Kaiser konnte den Vater von Johannes und Benjamin Henke dafür gewinnen, sich an der Komplettierung unseres Geräteparks zu beteiligen.
Krafttrainingsgeräte zur Förderung von Maximalkraft und Kraftausdauer besitzen wir genug, nicht jedoch Maschinen zur Verbesserung der Herz-Kreislaufleistungsfähigkeit. Herr Henke sponserte die Anschaffung von vier Spinning Bikes, die nun die Brüstung der Sporthalle zieren und rege genutzt werden. In den kalten Monaten, wenn selbst die hart gesottenen Läufer kalte Füße kriegen und vor den Winterstürmen in die Sporthalle fliehen wollen, gibt es nun eine verlockende Alternative. Und da es gleich vier Bikes sind, können die SchülerInnen auch in der Gruppe trainieren, denn da macht es bekanntlich am meisten Spaß.
Indoor Cycling bedeutet, auf einem stehenden Rad zu fahren, das statt der Räder ein Schwungrad besitzt und über einen stufenlos zu regulierenden Widerstand jede gewünschte Belastung möglich macht, vom gemütlichen Biken in der Gruppe, gesellig und gesundheitsorientiert, bis hin zum leistungsorientierten Wintertraining der Ausdauersportler und der Rehabilitation Verletzter. Die Bikes sind bewusst schlicht gehalten. Sie sind sehr robust, einfach zu bedienen bzw. auf die Körpermaße einzustellen, besitzen jedoch keine anfällige Elektronik.
So werden wir im nächsten Winter hoffentlich mit einer neuen Mannschaft am 48-Stunden Rennen in Poppenhausen teilnehmen können und den in diesem Jahr erreichten Erfolg von 1203 gefahrenen Kilometern überbieten. Mit einem solchen Ergebnis wäre unserem Sponsor dann wohl der angemessene Dank ausgesprochen. Der nächste Winter kommt bestimmt.
Reiner Lange
Sport im Schuljahr 2009/10
Erstes Halbjahr
Für Biebersteiner beginnt das neue Sportjahr immer schon zu Beginn der Sommerferien. Dann ziehen die Bergsteiger in die Alpen, um sich an Felswänden und auf Gletschern zu tummeln. In diesem Jahr war die achte Lietz Expedition zum Kilimanjaro unterwegs. Gleichzeitig war Altbürger Martin Metzler in den Tannheimer Bergen unterwegs und zog an der Südostflanke des Gimpels seine erste alpine Route im sechsten Grad: Weizenglas. Alpine Routen unterscheiden sich in ihrer Ausgesetztheit und den spärlichen Sicherungsmöglichkeiten stark von den Sportkletterrouten und sind deshalb als wesentlich schwerer einzustufen. Damit ist Martin der bislang stärkste alpine Kletterer Biebersteins. Unsere Klettertrainerin Mathilde Luxenburger war in den Gletscherwelten der Hohen Tauern aktiv und bestieg den Großvenediger (3660 m) und das Rainerhorn (3580 m).
Während der Familientage waren dann auch viele Heimfamilien schon wieder aktiv. Es wurde von Volleyball, Badminton, Schwimmen, Squash, Wasserski und Klettern berichtet.
Während des ersten Präsenzwochenendes organisierte Sportabiturient Max Sieber ein erstes Fußballturnier, zu dem Volleyballtrainer Felix Beyer einige Freunde aus seiner Heimat Hamburg mitbrachte. SchülerInnen und Gäste vergnügten sich den ganzen Nachmittag in der Sporthalle. Am frühen nächsten Morgen machten sich trotz einer langen Fetennacht die Nächsten wieder zu einem Lauf der Rhön Cup Serie auf. Über 5 km rund um den Haselsee bei Hünfeld bewiesen Leonie Peteler als Vierte der Jugend in unter dreißig Minuten sowie Jaqueline Grassmann ihre Ausdauer. Über 11,1 km zeigten Burkhard Reetz, Matthias Gerke und Ferdinand Scheubeck großen Teamgeist und kamen gemeinsam in 1.10 Std. knapp hinter unserem Hohenwehrdaner Kollegen Christian Stöger ins Ziel. Vielstarter Josua Bink lief, diesmal begleitet von Markus Meyer, der sich nach guten Leistungen auf Rennrad und Mountainbike nun auch auf die Laufstrecke traute, locker in 1.18 Std. ins Ziel.
Auch das zweite Präsenzwochenende sah, trotz vieler anderer Verpflichtungen wie Altbürgertreffen, Weinlese oder Blockunterricht für etliche Dreizehner, auch wieder eine Reihe Sportler in Aktion. Musiklehrer Georg Fischer betreute Kyung Bo Noh und Fabian Bartz am Samstag beim letzten Lauf des Rhön Super Cups in Weyhers über 12 km. Sonntags organisierte der Abiturient Burkhard Reetz für eine Radsportgruppe die Teilnahme am Rhön Spezial Cup ebenfalls ab Weyhers über 50 km über die Hügel der Rhön. Bei herrlichem Herbstwetter kamen neben Burkhard Alexia Fink, Leonie Peteler, Elena Kölbl, Jaqueline Grassmann, Chris Höper und Markus Meyer erschöpft und zufrieden ins Ziel.
Gleichzeitig mit den Ausdauersportlern waren die Volleyballer beim Altbürgertreffen in Hohenwehrda aktiv. Unter der bewährten Obhut unseres Trainers Felix Beyer, der selbst auch in der Lehrermannschaft mitspielte, zeigten sich Laura Hansen bei ihrem Debut, sowie Nick Wilke, Max Sieber, Fabian Schütz, Stefan, Robert und Sebastian Wingendorf unschlagbar und gewannen mit 2:0 Sätzen sowohl gegen die Altbürger als auch gegen ein starkes Team aus Hohenwehrda. Damit hatten sie sich das Recht erspielt, die Lehrer herausfordern zu dürfen und auch hier erwies sich das praktisch nur aus Kandidaten für das Sportabitur bestehende Team sich mit 2:1 Sätzen wieder als souverän. Ein Pokal und 1000 € für die Schülerkasse waren der Lohn. Nachdem mit dem Gewinn aus dem Basketballturnier des letzten Altbürgertreffens die Grillplätze Biebersteins verschönert wurden, können wir gespannt sein, welcher Verwendungszweck den Volleyballern diesmal einfällt.
Am ersten Wochenende der Herbstferien musste die geplante Teilnahme am München Marathon wegen Krankheiten und Verletzungspech leider ausfallen. Dafür waren zwei Kletterer umso erfolgreicher: Rund um das Kletterparadies Arco di Garda wagten sich Tim Kindinger und Jan Blume erstmals an lange Routen und große Wände. Diese Exkursion wurde gesponsert von unserem Altbürger Sebastian „Schnecke“ Schnetgöke, der sich hier vor vielen Jahren selbst auf seine Kletterprüfung im Sportabitur vorbereitet hatte. Unter der Anleitung von Mathilde Luxenburger vervollständigten Tim und Jan damit ihre alpine Ausbildung und bewältigten Routen bis zu 400 m Höhe und bis zu 16 Seillängen, so z. B. die Via Theresa an den Sonnenplatten im Schwierigkeitsgrad sechs, Aspetando Martino (VI) am Colodri und die Via Aphrodite am Monte Colt (VI-).
Auch während des ersten Heimfahrwochenendes im November zogen es einige Kletterer vor, statt nach Hause zu fahren, sich beim zehnten Rock n’Jump Bouldercup in Kassel die Finger lang zu ziehen. Insgesamt zwölf Schüler, Lehrer und Altbürger trafen dabei auf Hobbykletterer wie auch Spitzen- und Kaderathleten aus dem gesamten Bundesgebiet. Lukas Geigenmüller und Paul Kilgus belegten in der Jugendklasse Mittelplätze, Tim Kindinger, Jan Blume, Ferdinand Scheubeck, Matthias Gerke, Sebastian Serrand und Mike Hoffmann landeten nach 25 teils kniffligen Boulderproblemen im hinteren Mittelfeld. Am besten schnitten wieder einmal Altbürger Martin Metzler und unser Klettertrainer Marc-André Fuchs ab, die mit 420 und 415 Punkten die Plätze 46 und 47 im Gesamtklassement belegten. Mathilde Luxenburger und Reiner Lange wurden 5. und 8. der Altersklassen.
Während des Präsenzwochenendes Mitte November waren einige Ausdauersportler trotz tief hängender Wolken und häufigen Schauern unterwegs. Mike Hoffmann beendete den Rüsselcross, einen Duathlon über 5 km Laufen, 20 km Mountainbike und 3 km Laufen in 1.22 Std. im vorderen Mittelfeld und als 2. der Jugendklasse. Die Läufer zog es zu den Kreismeisterschaften im Crosslauf nach Marbach. Nach sechs Runden und 8,4 km im Regen durch Schlammpfützen, über Balkenhindernisse und bei einsetzender Dunkelheit gewannen Fabian Bartz die B-Jugend in 56 Min. und Lukas Plotnik die A-Jugend in 58 Min. Ebenso gut machten es die jungen Damen: Leonie Peteler gewann die A-Jugend vor ihren Teamkolleginnen Elena Kölbl und Alexia Fink. Jaqueline Grassmann wurde zweite der Damenklasse, während Reiner Lange Platz vier der Altersklasse belegte.
Der Elternsprechtag sah die Halle permanent von Badmintonspielern und Kletterern belagert und Jungaltbürger Martin Metzler kam nicht nur zu einer neuen Weinlieferung für die Kollegen vorbei, sondern schraubte für Mathilde Luxenburgers neuen Kletterkurs einige interessante Routen. Die Kletterer selbst brachen in VW-Busstärke nach Darmstadt auf, um die deutschen Jugendmeisterschaften anzusehen. Dabei konnten sie auch die Europa- und Weltmeister der A- und B-Jugend bewundern. Sonntags boten Mathilde Luxenburger und Elke Liersch die erste Herbstwanderung der Saison an, während einige Schüler ein Badmintonturnier austrugen. Es wurde nach dem doppelten KO-System gespielt. Helmut Liersch und Paik Andritzky hielten die Fahne der Lehrerschaft hoch, aber den Sieg machten Max Kern und Fabian Wilk unter sich aus.
Die Organisation des Fußball Weihnachtsturniers lag erstmals vollständig in Schülerhand. Sportabiturient Julian Herres und seine Mitstreiter zeigten sich dieser Aufgabe durchaus gewachsen und es zeigte sich obendrein, dass das Niveau sich gegenüber den vergangenen Jahren deutlich gesteigert hatte. Neun Teams traten an und bereits in den Vorrundenspielen wurde den zahlreichen Zuschauern viel geboten. Mit den „Frechen Früchtchen“ war auch wieder ein Mädchenteam am Start, das zwar schon in der Vorrunde ausschied, jedoch in jedem Spiel traf. Für die Lehrer war nach zuletzt einem Sieg und zwei zweiten Plätzen diesmal schon im Viertelfinale nacheinem 0:1 gegen die späteren Dritten „Die Robo Cocks“ Schluss. Platz eins machten die Vorjahressieger „ Ajax aus der Traum“ und das „Spritzgebäck“ unter sich aus. Die aus Sportabiturienten bestehende Mannschaft war auch dieses Jahr nicht zu stoppen und zeigte, dass sie durch die vielen Übungsstunden im Sport Abikurs nicht nur die konditionsstärksten, sondern auch die passgenauesten Spieler stellten. Wegen des guten Kombinationsspiels geht auch der mit 4:0 recht hohe Finalsieg über das Spritzgebäck in Ordnung. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Team im kommenden Jahr als Altbürgermannschaft wieder antreten wird.
Der letzte aktive Biebersteiner des Jahres war schließlich Fabian Bartz, der beim Frankfurter Sylvesterlauf die zehn Kilometer in 52 Minuten absolvierte.
Schon das erste Wochenende im neuen Jahr sah viele Biebersteiner wieder sportlich aktiv. Mathilde Luxenburger war nach der Anschaffung von Schneeschuhen, die mit der freundlichen Unterstützung des Altbürgervereins gekauft wurden, gleich bei einer Schneewanderung aktiv, während Sonja Heinz mit den Rodlern die Wasserkuppe unsicher machte wo sich auch Kai Müller mit seinen Skifahrern tummelte. Einige Kletterer hatten sich mit externen Freunden verabredet und absolvierten eine harte Bouldersession.
Die Läufer besuchten nach vier Jahren wieder einmal den Staffelmarathon in Mörfelden und machten eine Erfahrung der besonderen Art. Ein Wettersturz hatte ein Chaos auf den Straßen Hessens hinterlassen und so geriet schon die Anfahrt nach Mörfelden zu einer Schlitterpartie. Die Laufstrecke erwies sich als nicht geräumt und verwandelte sich im Verlauf des Rennens in eine tückische Rutschbahn aus Eisplatten, unterbrochen von knöcheltiefem Schneematsch. Immer wieder einsetzender eisiger Nieselregen machten diese Herausforderung zu einer grenzwertigen Angelegenheit. Von den über 160 gemeldeten Mannschaften beendeten nur 141 das Rennen, unter ihnen die Familie Liersch mit, wieder einmal, Fabian Bartz, Valeriya Mikhailenko, Julia Lehwalder und Stefan Schmitt. Kurz danach erreichte Laura Lochmann als Schlussläuferin der Klasse Zwölf das Ziel, wo ihre Mannschaftskameraden Christian Barbuia, Nina Bambauer und Christopher Höper sie erwarteten. Die schnellste Mannschaft dieses Tages war Familie Lange mit Ferdi Scheubeck, Michael Gerard, Amadeus Dillemuth und Sportlehrer Lange selbst, die mit 4.00.6 Std. die Vier-Stunden-Marke denkbar knapp verfehlte aber mit Platz 108 sehr zufrieden war. Die Bestzeit der Biebersteiner Leichtathleten (3.29 Std.) aus dem Jahre 2006 war bei den herrschenden äußeren Bedingungen nicht in Gefahr.
Das Hauptereignis des Wochenendes aber war das erste LEH Volleyballturnier nach vielen Jahren, das unser Trainer Felix Beyer perfekt organisiert hatte und dem ein gesonderter Bericht gewidmet ist.
Den Schlusspunkt unter das erste Halbjahr setzten wieder die Kletterer, die mit Mathilde Luxenburger noch am letzten Wochenende im Januar nach Würzburg fuhren um die erst jüngst eröffnete Kletterhalle zu testen. Hier zeigten gerade die Nachwuchskletterer wie Niko Tanner, Daniel Leiderer, Lukas Geigenmüller oder Niklas“Knut“ Häffner sich sehr mutig und versuchten sich im großen Dachüberhang an Routen bis in den siebten Grad. Die endeten zwar noch alle mit Abflügen, aber das Erlebnis in einer großen Halle mit bis zu vierzehn Meter langen bzw. hohen Routen zu klettern machte dennoch Lust auf mehr im zweiten Halbjahr.
Sport im Schuljahr
Zweites Halbjahr
Das zweite Schulhalbjahr begann mit einer Projektwoche, an die sich erstmals direkt eine Fahrtenwoche anschloss.
Wieder waren es die Kletterer, die das zweite Halbjahr in sportlicher Hinsicht eröffneten. Marc-André Fuchs, Nadine Hermetschweiler und Valeria Mikhailenko traten noch in den Ferien beim Soul Moves Boulderwettkampf an, unterstützt von unseren Fuldaer Kletterfreunden Alex Martin und Tim Birkenbach. Unter Spitzenkletterern aus mehreren Bundesländern waren Plätze im hinteren Mittelfeld und viele Erfahrungen der Lohn für eine lange winterliche Autofahrt bis nach Düsseldorf. Während des Elternsprechtages waren gleich zwei Gruppen unterwegs, die in Kassel und Würzburg die Kletterhallen besuchten. Jan Blume zog dabei den siebten Grad on sight.
Eine völlig neue Form der sportlichen Betätigung: 1203,92 km legten zehn BiebersteinerInnen beim 48 Stunden Hallenbike Marathon in Poppenhausen zurück. Zweimal rund um die Uhr wurde auf der Rolle gefahren. Stündlich wurde abgewechselt, Tag und Nacht. Fünfundzwanzig Teams aus der Region waren angetreten. Eine körperliche wie auch mentale Herausforderung, die jedoch alle zehn, betreut von Matthias Gerke, erfolgreich beendeten. Die Wette gegen den Sportlehrer, der auf weniger als 1000 km gewettet hatte, gewannen die Sportler souverän. Zwischenzeitlich kamen mit Frau Bittner und Frau Schäfer zwei Eltern während des Sprechtages von Bieberstein herüber, um die SchülerInnen anzufeuern und natürlich einen Kuchen für Amrei zu bringen, die während des Rennens ihren Geburtstag feierte. Es starteten Alexia Fink, Julia Lehwalder, Amrei Schäfer, Valeria Mikhailenko, Stephan Schmidt, Markus Meyer, Simon Bittner, Hanno Bentler, Burkhard Reetz und Ferdinand Scheubeck.
Als die Schülerschaft nach den schriftlichen Abiturprüfungen in die wohlverdienten Osterferien abreiste, begaben sich Fabian Bartz und unser Zivildienstleistender Matthias Hohmann noch zur Saisoneröffnung der Läufer nach Marbach. Über 10 km erzielte Matthias mit 45 Min. ein ausgezeichnetes Ergebnis und als 3. der Hauptkasse einen 22. Gesamtrang. Fabian wurde 3. der männlichen Jugend über 10 km während Reiner Lange über 5 km mit 18,56 Min. einen 4. Platz bei den Männern erreichte. Auch beim Rhoen Cup Lauf in Motten blieb die Biebersteiner Mannschaft aufgrund von anderweitigen Verpflichtungen und krankheitsbedingten Ausfällen klein. Ferdinand Scheubeck trat mit Trainingsrückstand am ersten richtig heißen Tag über 11 km an und musste sich bis zur Erschöpfung verausgaben um ins Ziel zu kommen. Matthias Gerke zeigte als Zweiter der Jugend über 4,3 km eine ansprechende Leistung. Zivi Matthias Hohmann war in 18.39 Min. als 15 des Gesamteinlaufes wieder tagesbester Biebersteiner.
Sehr erfreulich schnitten die Biebersteiner Teilnehmer beim 8. LEH Bouldercup in Schondorf ab. Obwohl die Veranstaltung mit 46 Wettkampfteilnehmern wieder gut besucht war und Bieberstein , da wir ja nicht alle Altersklassen besetzen können, in der Regel keine Chance auf den Gesamtsieg hat, schafften wir es diesmal mit Klassensiegen bei den Betreuern durch unsere Praktikantin Nadine Hermetschweiler und Reiner Lange, sowie in der Oberstufe durch Alexia Fink und Marc-André Fuchs, den Wanderpokal für ein Jahr nach Bieberstein zu holen. Überdies schaffte Marc durch einen sehenswerten Dynamo im Finale noch den Gesamtsieg bei den Herren. Weiter waren am Start: Jessica Fuchs (4. Mittelstufe Mädchen), Nikolas Tanner (5. Mittelstufe Jungen), Daniel Leiderer (6. Mittelstufe Jungen), Tim Kindinger und Paul Kilgus (punktgleiche Zweite der Oberstufe Jungen), Niklas Häfner, Sebastian Serrand, Ferdinand Scheubeck, Matthias Gerke, Burkhard Reetz, Amadeus Dillemuth (Platz 4 – 10 Oberstufe) sowie Mathilde Luxenburger (3. Betreuerinnen). Wir dürfen uns nun auf das kommende Jahr freuen, wenn Rainer Maulbetsch das Treffen in der Odenwaldschule zum ersten Male unter freiem Himmel veranstalten will und die Boulderer damit zu den Ursprüngen ihrer Sportart zurückkehren werden. Nur eine Woche nach dem Wettkampf kam es endlich wieder einmal zu einem Treffen mit den Nachwuchsalpinisten aus Hohenwehrda. Kollege Kilgus karrte eine ganze Busladung engagierter SchülerInnen an, die von unseren Kletterern, allen voran unser Schülertrainer Marc-André herzlich begrüßt und intensiv betreut wurden. Zum ersten Male konnten sie dabei unseren neuen Boulderraum nutzen und sie trainierten bis ihnen buchstäblich die Arme abfielen. So steht zu hoffen, dass Mathilde Luxenburger in den nächsten Schuljahren regen Nachwuchs für ihre Klettergruppen haben wird. Am gleichen Abend war noch eine Gruppe Biebersteiner Kletterer zur heimischen Steinwand unterwegs, um keine Minute des endlich wieder guten Wetters zu versäumen.
Eine weitere Bereicherung erfuhr der Sport im Frühjahr durch Martina Pforr, die die Lehrbefähigung für das Trampolin erwarb. Dem ist ein eigener Artikel in diesem Heft gewidmet.
Das Wochenende zum 1. Mai ist traditionsgemäß ein freies Wochenende. Dennoch trieben etliche Biebersteiner intensiv Sport. Mit Tim Kindinger, Marc-André Fuchs und Jan Blume waren die besten Kletterer, betreut von unserer Praktikantin Nadine Hermetschweiler im Frankenjura unterwegs, die Skaterinnen Elena Kölbl und Jaqueline Grassmann absolvierten, betreut von der ebenfalls startenden Martina Pforr, die Rhein-Main Skate Challenge in Frankfurt über die klassische Marathondistanz und die VolleyballerInnen traten beim Jubiläumsturnier der Odenwaldschule an.
Unseren Volleyballern gelang dabei das Kunststück, nach dem LEH Cup auf Bieberstein auch das zweite Turnier des Jahres zu gewinnen, diesmal gegen noch stärkere Konkurrenz. Der zweiten Mannschaft gelang ein fünfter Platz, womit sie sich gegenüber dem Biebersteiner Turnier um einen Platz verbessern konnten. Nach diesen Ergebnissen waren die vielen Sportabiturienten unter den Spielern natürlich bestens für das in der folgenden Woche stattfindende Sportabitur gerüstet. Es spielten: 1. Mannschaft: Sebastian, Robert und Stefan Wingendorf, Max Sieber, Fabian Schütz, Nick Wilcke. 2. Mannschaft: Jenny Bätz, Lisa Meinhardt, Viktor Sauerzapf, Michi Eberlein, Tobi Kreuter und Schülermutter Petra Wingendorf. Damit darf sich unser Trainer Felix Beyer nach dreijähriger Aufbauarbeit einen weiteren Erfolg auf die Fahnen schreiben.
Beim Volkslauf in Fulda war Bieberstein gleich mit vierzehn Aktiven dabei. Über 5,3 km war unser Zivi Matthias Hohmann einmal mehr der Beste und belegte in 20,12 Min. einen 20. Gesamtrang unter 248 Startern. Max Schick konnte sich in 23 Min. knapp gegen Stefan Schmitt und Fabian Bartz durchsetzen. Kyungbo Noh war nach 25 Min. im Ziel. Julian Herres und Michael Gerard wollten im Selbstversuch herausfinden, was sie nach einer durchfeierten Nacht noch zu leisten in der Lage seien und waren mit Plätzen im hinteren Mittelfeld sehr zufrieden. Mit Julia Lehwalder und Amrei Schäfer waren auch wieder zwei SchülerInnen erfolgreich am Start. Über 12,4 km war Niklas Berger in 1:04:08 Std. vor Alexey von Schlippe und Johannes Sand im Ziel. Sehr stark präsentierte sich Sophia Scheuring in 1:10:32 Std. als Siegerin der weiblichen Jugend vor ihrer Teamgefährtin Laura Lochmann.
Ebenfalls am 9.Mai waren wieder einmal Schüler aus Hohenwehrda zu Gast. Diesmal verbrachten die Basketballer einen schönen Nachmittag miteinander und natürlich wurde im Anschluss eine Schlossführung geboten und einige der Gäste informierten sich auch schon über ihre zukünftigen Heimfamilien, in denen sie im kommenden Schuljahr leben werden.
Während die Schülerschaft sich in den Pfingstferien erholte, zog es Fabian Bartz dennoch wieder zurück nach Bieberstein. Auf ihn wartete mit dem Barockstadt Triathlon in Fulda sein bislang größtes sportliches Abenteuer. Er hatte sich weitgehend selbständig vorbereitet und musste wegen der Ferien auch ohne jegliche Unterstützung durch die Schule auskommen. Dennoch schlug er sich hervorragend und beendete das Rennen nach 500 m Schwimmen, 26,7 km Radfahren und 7,7 km Laufen als 3. der Juniorenwertung in 2‘12’39 Std. Gleichzeitig startete unser Zivi Matthias Hohmann wieder im Rhön Super Cup, diesmal über 6 km in Eichenzell. Ein 16. Gesamtrang und der 7. Platz in der Herrenwertung unter 222 Startern in 22`54 Min. waren diesmal der Lohn der Mühe.
Das letzte Wochenende im Mai sah wieder einmal ein Altbürgertreffen in Bieberstein. Diesmal erprobte der Altbürgerverein ein ganz neues Konzept: „Come together durch Sport“. Damit sollte einigen unerfreulichen Erscheinungen vergangener Feste begegnet werden. Nach drei sehr intensiven Tagen stand fest: Das Konzept hatte sich bewährt und soll in Zukunft weiter verfolgt werden. Im Mittelpunkt der Tagesaktivitäten standen fünf sportliche Ereignisse. Das Fußballturnier, betreut vom Sportabiturienten Julian Herres, gewann Bieberstein überlegen mit drei ungefährdeten Siegen und 15:4 Toren. Auf dem Beachvolleyballfeld in Langenbieber leitete Felix Beyer ein Treffen, das die Hohenwehrdaner, im letzten LEH-Turnier schon Zweiter, vor der Biebersteiner Mannschaft für sich entschieden. Felix freut sich nun auf das kommende Schuljahr, wenn der Großteil der Siegermannschaft nach Bieberstein wechseln wird. Unsere Praktikantin Nadine Hermetschweiler betreute das Schachturnier in der Teestube, das von den Biebersteinern gewonnen wurde. Das Finale war sehr hart umkämpft. Die Finalisten Kyungbo Noh und Nikolas „Taschenrechner“ Wagner spielten noch während der Siegerehrung der andren Sportarten und am Ende einigte man sich auf Remis. Die Basketballer trafen sich, betreut von Martina Pforr, in der Halle, wo die Haubindaner Schulmannschaft einmal mehr ihre Spielkunst unter Beweis stellte. Lediglich der Lietz-Lauf war ein wenig schwach besucht. Hier setzte sich der Favorit, Altbürger Niko von Liel, durch. Leider fiel das Revancheduell mit seinem ehemaligen Sportlehrer Reiner Lange wegen dessen Krankheit aus und muss nun auf das kommende Jahr in Haubinda verschoben werden. Die jeweiligen Sieger konnten sich über 400 € freuen, die der Altbürgerverein ausgelobt hatte, um damit das Heimleben ihrer Schulen zu unterstützen. Um diese sportlichen Aktivitäten gliederten sich zahlreiche andere Highlights wie die Jahreshauptversammlung, die sonntägliche Festkapelle, die ebenfalls nach einem neuen Konzept gestaltet wurde, ein geselliges Beisammensein am Freitag und ein rauschendes Fest am Samstag. Den Abschluss der Tage bildete jeweils ein Besuch bei „Rudi“, also der Kiesbergquelle in Hofbieber, wo bis in den Morgen gefeiert wurde. Am Ende standen ein sehr positives Fazit und der Entschluss, dieses Konzept in den kommenden Jahren weiter zu entwickeln.
Zwei Wochen später waren die Fußballer, Kletterer, Reiter, Turner und Alpinisten erneut aktiv. Der Sportabiturient Julian Herres organisierte ein Treffen der Fußballer in Hohenwehrda, das Bieberstein mit 2:1 Toren gewann. Martina Pforr bot wieder Trampolinturnen an und traf auf reges Interesse. Schüler Paul Kilgus betreute eine Gruppe Kletterer aus Hohenwehrda, die im Rahmen des Präsenzwochenendes mit seinem Vater herüber gekommen waren und sich gleich in beiden Sportarten versuchten. Melanie Wies organisierte einen Ausritt ihrer Reitgilde durch die sommerliche Rhön.
Die Attraktion des Wochenendes aber war der Alpintriathlon, den die Sektion Fulda des Alpenvereins zum dritten Mal veranstaltete. Bieberstein war mit gleich fünf Teams vertreten. Die Veranstaltung litt unter dem wechselhaften Wetter, das zunächst dafür sorgte, dass die Kletterrouten verlegt werden mussten. Zusätzlich hatte der Regen die Mountainbikestrecke wesentlich schwerer gemacht und es gab eine ganze Serie pannenbedingter Ausfälle. Auch die Laufstrecke mit ihrem steilen, lehmigen Schlussanstieg verlangte den Sportlern alles ab. Nach vier Kletterrouten vom 4. bis zum 7. Grad, 16 km Bike mit 600 Höhenmetern und 5 km Lauf mit 150 Höhenmetern siegte Bieberstein in der Damenwertung unangefochten mit Klettertrainerin Mathilde Luxenburger, Hausdame Christine Seng (Bike), und unserer Sportpraktikantin Nadine Hermetschweiler (Laufen). Sportlehrer Lange und sein Radpartner Hans Link starteten diesmal nicht in der Altersklasse, in der sie konkurrenzlos gewesen wären, sondern zusammen mit unserem Zivildienstler Matthias Hohmann (Lauf) in der Hauptklasse und wurden gute Vierte. Die Schülermannschaft Tim Kindinger, Fabian Bartz und Michael Gerard wurde durch den pannenbedingten Ausfall Fabians ebenso aus dem Rennen geworfen wie das Team Knut Häfner, Markus Meyer, Josua Bink. Dennoch ließen Josua und Michael es sich nicht nehmen, das Rennen gemeinsam mit Nadine zu Ende zu laufen, wenn auch außer Konkurrenz. Am besten schnitt die Mannschaft mit unserem Kletterass Marc-André Fuchs, Viktor Sauerzapf (Bike) und Emrah Baydar als 9. des Klassements ab, die einen Sonderpokal erhielt, da Marc nur unwesentlich zu alt für die Jugendklasse war, das Team aber ansonsten diese Altersklasse ebenso souverän gewonnen hätte wie im vergangenen Jahr.
Viele der obengenannten Athleten waren auch beim Kletterfest in Rüsselsheim wieder dabei, diesmal allerdings nicht im breitensportlichen, sondern im leistungssportlichen Wettkampf. Betreut von Dennis Schäfer erreichte unser frischgebackener Sportpreisträger Marc-André Fuchs Platz 8 in der Herrenklasse, während sich Sportpraktikantin Nadine Hermetschweiler durch Platz zwei der Frauenwertung auszeichnete. Daniel Leiderer erreichte Platz 7 der Jugend A, Tim Kindinger wurde 3. der Junioren, knapp vor Niklas Häfner und Niko Tanner.
Beim Abendlauf in Mackenzell war Bieberstein mit gleich 17 Startern vertreten, weitere 12 kamen aus Hohenwehrda. Bei schwül warmem Wetter war schon die 5,3 km Strecke hart. Dennoch schlug sich Zivi Matthias Hohmann als 15. des Gesamtklassements von 283 StarterInnen in 21.17 Min. hervorragend und distanzierte dabei Sportlehrer Lange um mehr als eine Minute. Fabian Thornton schlug sich in 30 Min. als 6. Der Jugend erwartungsgemäß gut und landete knapp vor Jana-Maria Mayer, die in 31.15 Min. 3 der weiblichen Jugend wurde. Weiter waren erfolgreich am Start: Valeriya Mikhaylenko, Jenny Bätz, Anna Ulrich, Alexa Frey, Telli Diallo, Christian Barbuia, Maya Fraunhofer und Nina Bambauer. War schon der Fünfer an diesem Abend hart verdient, so gerieten die Läufe über 10 km und 15 km zur schweißtreibenden Tortur. Unter 197 Finishern schlug sich unser Musiklehrer Georg Fischer als 26 des Gesamtklassements in 44.39 Min. ganz hervorragend. Fabian Bartz wurde in 55.40 Min. 7. der Jugend. Begleitet vom Hohenwehrdaner Betreuer Christian Stöger kam Sophia Scheuring in 1.00. 41 Std. als 2. der Jugend ins Ziel. Michael Gerard und Emrah Baydar hatten sich mit 15 km das härteste Rennen vorgenommen. Michael wurde in 1.19 Std. 2. der Jugend vor Emrah, der sich verletzte, das Rennen aber beherzt zu Ende humpelte.
Zum Abschluss des Sportjahres fuhr Georg Fischer mit einer Läufergruppe zu „Wehrda rennt“. Während er selbst über 10 km als 3. der M 30 mit guten 48 Min. ins Ziel kam, dominierten die Biebersteiner Damen ihre Klassen. Anna Ulrich gewann über 5 km ihre Altersklasse ebenso wie Valeria Mikhailenko. Weiter waren am Start: Karl Kniep (5 km, 29.44Min.), Niklas Berger (10km, 1.00 Std.), Johannes Sand (10 km, 1.00 Std.).
Und ganz zum Schluss lieferten Mathilde Luxenburgers Kletterer für den hessischen Rundfunk noch einmal eine Probe ihres Könnens ab, als sie vor laufender Fernsehkamera die Nordostkante des Schlosses bestiegen. Bei Redaktionsschluss stand der Sendetermin noch nicht fest.
Fazit: Bieberstein blickt auf das sportlich erfolgreichste Jahr der letzten beiden Dekaden zurück. Dazu haben die zahlreichen Aktivisten auf Lehrerseite entscheidend beigetragen: Rudi Kaiser als Kampfsportler, Martina Pforr durch ihre Trampolinaktionen, vor allem aber Mathilde Luxenburger als erfolgreiche Klettertrainerin und Felix Bayer als Volleyballtrainer. Angesichts dieser breiten Unterstützung engagierte sich Reiner Lange überwiegend im Ausdauerbereich und im Parkour (Siehe YouTube: Bieberstein, Parkour). Mit Melanie Wies ist nun auch eine Reitsportaktivistin hinzugekommen, von deren Wirken wir uns in Zukunft einiges erwarten. Auf Seiten der Schüler traf dieses Engagement jedoch auf große Resonanz. Sehr spezielle Ereignisse wie der Crosslauf im November, der 48-Stunden Hallenbike Marathon, der Alpintriathlon und andere wurden bereitwillig angenommen. Unsere Ballsportler lieferten die besten Abiturprüfungen seit vielen Jahren ab und die Kletterer waren in Wettkämpfen wie in Abiturpräsentationen erfolgreich. Es dürfte sehr schwer werden, dieses erfolgreiche Abschneiden in den kommenden Jahren noch einmal zu toppen.
„Herrmann“ Lietz wäre stolz auf uns!
Die Biebersteiner Kletterer erstellten in Eigenleistung einen Boulderraum
Kletterer können eben nicht nur klettern. Nach der mit entscheidender Unterstützung des Altbürgervereins gelungenen Etablierung des Bergsports auf Bieberstein fehlte noch die letzte Ausbaustufe, um alle Bereiche des Sportkletterns abdecken zu können: Eine Boulderhöhle. Das ist ein eigentlich gewöhnlicher Raum, in dem mit Hilfe von Lattengerüsten und Kletterplatten eine Struktur geschaffen wird, die eine Felswand samt Dachüberhang nachahmt und an der sich die unterschiedlichsten Routen schrauben und trainieren lassen. So können vom einzelnen Move bis zur kompletten Simulation einer Felsroute alle Bewegungen geübt werden. Und da der Raum nur 2,50 m hoch ist und mit Matten ausgelegt wird, kann sich der Trainierende bei Stürzen auch nicht verletzen. Es braucht weder Gurt noch Seil, keine Karabiner und Sicherungstechnik, nur Kletterschuhe und jede Menge Motivation sind vonnöten.
Aber da das Geld knapp war, bestand Schulleiter Helmut Liersch auf dem Lietz’schen Prinzip der Eigenrealisation. So also begannen Mathilde Luxenburgers Kletterer nach einem abschließenden Gildenabend noch während der letzten Schultage damit, den ehemaligen Regalraum neben der Sporthalle zu entkernen. Eine Dusche, ein WC und einige Zwischenwände mussten entfernt werden, grobe Bauarbeit also, bei der etliche Sportler zwischen den abschließenden Notenprüfungen eifrig mithalfen.
Als der Raum schließlich vorbereitet war, reiste die SchülerInnenschaft in die Sommerferien ab. Nicht so die Kletterer. Unter der Anleitung unseres Kletterwandbauers Thomas Majunke wurde zuerst ein Lattengerüst an die Wände gedübelt. Wie es bei Boulderwänden üblich ist, existierte zunächst nur eine Grobplanung. Während das Lattengerüst erstellt wurde, kristallisierte sich dann allmählich die Feinplanung heraus. Hier noch eine Aussparung, dort noch ein stärkerer Überhang. Der Zapfen in der Raummitte wurde noch in seiner Gestalt verändert und schließlich ganz weggelassen. Die Schräge wurde dafür ein paar Grad steiler. Während dreier ebenso kreativer wie harter Arbeitstage nahm der Raum Gestalt an. Es wurde gedübelt und geschraubt, gesägt und gehämmert, ständig waren drei bis vier Hilfskräfte um Thomas herum im Einsatz. Die Jungaltbürger Ruben Kunke und Max Utz, eigentlich nur zum Sommerfest angereist, blieben kurzerhand länger um mitzuhelfen.
Da hart schuftende Bauarbeiter schnell hungrig werden, sorgten sich Trainerin Mathilde und Kollege Dennis Schäfer permanent um Wasser und Kaffee, Chili con Carne und jede Menge Pasta, samt original toskanischer Soße. Aber nach nur kurzer Pause ging es schon wieder weiter. Neue Platten herbeiholen, Maß nehmen, zuschneiden bis tief in die Nacht hinein. Und früh am nächsten Morgen ging es schon wieder weiter. Schon war das Wochenende herum, und am frühen Montagabend war die Boulderhöhle fertig.
Aber nun ging es ans Aufräumen, Putzen und Auslegen der Niedersprungmatten, dann erst konnten die ersten Routen geschraubt werden. Und wieder wurde es Mitternacht, dann waren auch die Routen soweit, dass wir endlich Besitz von unserer Boulderhöhle ergreifen konnten. Hermann Lietz wäre angesichts solchen Engagements wirklich stolz auf uns gewesen.
Weiter wirkten mit: Jan Blume, Tim Kindinger, Sebastian Serrand, Reiner Lange, Telli Diallo, Paul Kilgus, Burkard Reetz, Jan Wolfrat, Marc-André Fuchs und Daniel Kröning. Ein besonderer Dank gebührt Familie Bumiller, die mit ihrer Dauerspende den Bau der Boulderhöhle erst möglich gemacht hat.
Reiner Lange (Sportlehrer in Bieberstein)
_____________________________________________________________________
Vier Biebersteiner absolvieren Skatemarathon in Berlin
Am 27.09.2008 absolvierten Dr. Reiner Lange, Altbürger Christian Beck und die beiden Schüler Konrad von Rosen und Marc- André Fuchs den Skatemarathon in Berlin. Die beiden Letztgenannten waren auf diesem Gebiet komplette Neulinge, hatten wir doch seit Jahren nicht mehr für längere Zeit auf Inline Skates gestanden und das zu vorige Training war auch nicht so üppig ausgefallen, wie es vielleicht hätte sein sollen. Deshalb strebten wir auch ein ganz unübliches Ziel an. Nicht die am Ende gelaufene Zeit zählte, sondern das Erreichen des Zieles an sich. Dies erreichten wir nicht nur durch eine Energieleistung, sondern auch durch die riesige Unterstützung unserer Skateprofis Reiner Lange und Christian Beck, die sich dieses Mal damit begnügten, uns den ganzen Lauf über Windschatten zu geben, statt selbst nach Bestzeiten zu streben. Im Verlauf des Marathons gab es bei dem einen oder anderen sicherlich Momente in denen er sich wünschte, nie an den Start gegangen zu sein, dennoch siegte immer wieder der Ehrgeiz und es wurde sich aufgerappelt und der Lauf erfolgreich beendet. Mit Zeiten von 2.16 Std. und 2.25 Std. landeten wir im hinteren Mittelfeld. Die Freude nach dem Erreichen des Zieles kann man sich sicherlich ebenso vorstellen wie die Erschöpfung, die allerdings schnell vergessen war und der Abend nach dem persönlichen Sieg konnte mit der großen Skaterparty beginnen. Am nächsten Morgen schließlich wartete noch ein besonderes Highlight auf uns, als wir den neuen Weltrekord von Haile Gebresilassie live miterleben durften.
Marc-André Fuchs, Klasse 12, Bie
"Le Parkour"
Alle sieben Sportklassen Biebersteins hatten in den ersten drei Doppelstunden des Schuljahres ein gemeinsames Thema: Le Parkour. Diese neue Sportart gehört zum Aktuellsten in den europäischen Jugendszenen und stammt ausnahmsweise einmal nicht aus den USA sondern aus Frankreich. Parkour hat seinen Ursprung in der europäischen Gymnastik- und Natursportbewegung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und hieß damals Mouvement Naturelle. Deren Techniken machte sich das Militär zur Ausbildung seiner Soldaten für den Vietnamkrieg zunutze. Ein ehemaliger Soldat schließlich zeigte wesentliche Bewegungsfolgen seinem Sohn, David Belle, und der wiederum übertrug diese aus der Natur in die Betonwüsten der Pariser Vorstädte. Damit waren eine neue Sportart und eine Jugendbewegung geboren und so sieht man heute Gruppen von Jugendlichen nicht Briefkästen anzünden sondern darüberspringen, nicht Parkbänke beschmieren sondern sie wie ein Turngerät mit einer gekonnte Flanke überwinden. Geplagte Sportlehrer, denen die Turner davonlaufen, nennen dies nun Turnen in der Stadt. Die Jugendlichen aber nennen es die „Kunst der Fortbewegung“ und sich selbst Traceure, also die, die eine Spur legen. Die Grundbedingungen sind einfach: Respekt vor fremdem Eigentum, Respekt vor der Aufgabe und Respekt vor dem eigenen Körper. Es wird ein fiktiver Weg von A nach B angenommen und dieser Spur wird in möglichst gerader Linie gefolgt. Nun müssen alle dafür notwendigen Techniken gelernt werden, bevor die Linie zur Ausführung gelangt. Dies geschieht häufig in der Halle unter erleichterten Bedingungen mit Matten und Hilfestellung, bevor es wieder in die Stadt geht und das Erlernte auf hartem Asphalt angewendet wird. Dieser faszinierend vielfältigen Aufgabe stellten sich alle Biebersteiner SchülerInnen mit großem Interesse und Eifer und brachten eine ganze Reihe wunderschöner Linien in der Sporthalle zustande, von denen einige tatsächlich auch in die Stadt übertragen werden konnten. Während des Eurocamps 2008 wird dieses Projekt seine internationale Fortsetzung erfahren.
















