Berufsmesse auf Schloss Bieberstein
Was will ich eigentlich werden? Welchen Weg gehe ich? Wie geht es weiter?
… Fragen über Fragen! Mit der Berufsmesse am 08.05.10 wollten wir erreichen, dass die Schüler zu Antworten kommen bzw. sich besser orientieren können. Wer könnte diese Fragen besser beantworten, als Experten, die aus der Berufs- und Studienwelt kommen. Diese Gedanken legten vor ca. acht Jahren den Grundstein alle zwei Jahre eine Berufsmesse zu organisieren. Dazu laden wir die Eltern, Altbürger und Freunde ein, die ihr Berufsbild und ihren Werdegang vorstellen.
Dafür verwandelt sich die Kapelle in eine Art Messeraum, wo jeder Teilnehmer einen Stand erhält. Die einzelnen Klassen und Jahrgänge gehen in ca. 30- 40 Minuten diese Stände ab und Fragen dort nach, wo ihr Interesse geweckt wurde.
Ein großer Vorteil der Messe war, dass dringende Fragen direkt an einen wissenden Experten gestellt werden konnten; wie zum Beispiel: „Welche Karrierechancen sind möglich?“ Oder: „Welche Perspektiven bieten sich nach dem Studium?“ Oder: „Wie flexibel ist ein Studiengang?“.
Die Antworten können den Schülern helfen, Entscheidungen für ihre Zukunft bewusst zu treffen. Außerdem bot sich einigen Schülern die Möglichkeit, wichtige Kontakte für spätere Praktikums- bzw. Ausbildungsstellen zu knüpfen. Diese Form der Berufsberatung ist lebens-nah und praxisbezogen, und wir sind froh, sie fest in unserem Programm integriert zu haben.
An dieser Stelle möchte ich allen Eltern, Altbürgern, Freunden und Lehrern für ihr großes Engagement und die tatkräftige Unterstützung bei der Organisation dieser sehr gelungenen Berufsmesse danken.
Sandra Möllers
(Lehrerin Bieberstein)
8. Lietz-Expedition - Alles A.T.Z.E. in Afrika
Lietzmannschaft erneut auf dem Kilimanjaro
B.I.E.R. hieß es vor vier Jahren, was so viel bedeutete wie: Biebersteiner Internationale Erlebnis Reisen. Zum Schlachtruf der diesjährigen Lietz Expedition wurde A.T.Z.E: „Aufregende Touren Zu Erleben“. Im Verlauf der Tour fielen uns noch eine Reihe anderer Bedeutungen ein, aber diese war sicherlich die Treffendste von allen. Denn aufregend war unser zweiter Versuch, den Kilimanjaro zu besteigen, von Anfang bis Ende. Im Gegensatz zur letzten Afrikareise hatten wir uns diesmal viel Zeit genommen, zwei Wochen mit einer Akklimatisierungstour und zwei Gipfeln zum „Aufwärmen“ sowie einem zusätzlichen Ruhetag auf halber Höhe des Berges.
Aber vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. Das bedeutete nicht nur viel Training während des Frühjahres und Wettkämpfe von 5 km bis zur Halbmarathondistanz, sondern auch eine lange und mühsame Sponsorensuche, hatten wir uns doch zum Ziel gesetzt, dass auch Schüler, die sich eine solche sportliche Herausforderung schlicht nicht leisten konnten, diesmal eine Chance bekommen sollten, daran teilzunehmen. In dieser Situation half uns der Altbürgerverein, allen voran Georg Schweizer und Sven Lindner, die in der Sitzung des Arbeitsausschusses als vehemente Befürworter des Projektes auftraten und zwei Teilstipendien von je 1.400,-- € auslobten. Altbürger Sebastian Schnetgöke, selbst einmal Sportabiturient auf Bieberstein, stiftete eine Videoausrüstung, damit das Ereignis entsprechend dokumentiert werden konnte, und Familie Keil aus Dresden, deren Sohn Johannes schon auf der ersten Reise mit dabei war, ermöglichte ihm wiederum die Teilnahme und sponserte darüber hinaus zwei weitere Teilstipendien. Die Stipendien wurde in einem Vergabeverfahren, in dem von unseren früheren Expeditionsteilnehmern Mathilde Luxenburger und Kai Müller sowohl die körperliche wie auch soziale Eignung der Kandidaten geprüft wurde, an Jan Blume und Marc-André Fuchs (Fam. Keil) sowie an Ferdinand Scheubeck und Ruben Kunke (Altbürger) vergeben. Ebenfalls mit von der Partie waren die frisch gebackene Abiturientin Linda Schellenberg, Professor Stefan Kröger, den Biebersteinern von Kapellen und Lehrveranstaltungen zum Thema Lernen und Neurobiologie bekannt, Altbürger und Sportstudent Christian Beck, der schon am Ararat mit dabei war und gleich seine Kommilitonin Nadine Hermetschweiler mitbrachte sowie die Lehrer Georg Fischer und Reiner Lange. Eine sorgfältig ausgesuchte Truppe, die gute Chancen haben sollte, die anstehenden Abenteuer zu bewältigen. Da die Teilnehmer aber an ganz verschiedenen Orten wohnten, musste ein jeder eigenverantwortlich seine Vorbereitung durchziehen. Immer wieder jedoch trafen sich Einzelne zu gemeinsamen Wettkämpfen, die als Formtests dienten.
Anfang der Sommerferien ging es schließlich los. Über Addis Abeba und Nairobi ging es zum Kilimanjaro Airport bei Arusha, wo wir von einem Mitarbeiter der Meru View-Lodge schon erwartet wurden. Die Lodge liegt zwischen dem Meru und dem Kilimanjaro und bietet bei gutem Wetter phantastische Ausblicke auf beide.
Nach einer ersten Nacht unter Moskitonetzen brachte uns der Tourbus die wenigen Kilometer zum Eingang des Nationalparks über staubige Schotterpisten, und wir trafen die Träger und Köche. Der Chief Guide Godlisten, auf Deutsch so viel wie Fürchtegott, gab uns noch einen Ranger mit, denn der Weg führte mitten durch den Nationalpark, wo alle Tiere frei herumlaufen. Der erste Tag führe durch den Regenwald in die Wolkenzone, wo uns die Miriakamba-Hut auf 2514 m erwartete. Nach einer überraschend kühlen Nacht ging es weiter durch die Wolkenzone, über teils glitschige Holztreppen, die den Aufstieg durch den Regenwald erleichtern sollten, zur Saddle-Hut auf 3.566 m, die schon über den Wolken in prallem Sonnenschein lag. Von hier aus bestiegen wir noch am Nachmittag mit dem Little Meru (3801 m) den ersten Gipfel unserer Reise. Nach einer kurzen Nacht brachen wir schon in der Dunkelheit auf, um den Sonnenaufgang, wenn möglich, auf dem Gipfel zu erleben. Der Mt. Meru wird gerne als Vorbereitungsberg für den Kilimanjaro bezeichnet, aber dies verkennt die Tatsache, dass er mit 4.562 m auch in den Alpen zu den höchsten Bergen zählen würde. Er ist der fünfthöchste Berg Afrikas und erfordert neben einer starken Kondition auch Trittsicherheit, gilt es doch einige Kletterstellen im ersten Grad zu überwinden. Ruben und Jan erreichten den Gipfel noch in der Dunkelheit und mussten sich gedulden, alle anderen konnten, teilweise nach hartem Kampf, den Sonnenaufgang auf dem Socialist Peak genießen und die phantastische Aussicht bewundern. Der Schatten des Berges auf den Wolken und der Blick hinüber zum fünfzig Kilometer entfernten Kilimanjaro waren unvergesslich. A.T.Z.E. hieß an diesem Tag: „Alle Top, Ziemlich Erfolgreich“. Noch am gleichen Tag stiegen wir wieder bis zur Miriakamba-Hut ab und fielen glücklich und erschöpft ziemlich früh in die Betten. Es folgten ein schneller Gang bis zum Gate und die Entlohnung der Träger, Ranger und Führer, einer traditionellen und sehr wichtigen Geste, denn die Trinkgelder stellen einen wichtigen Bestandteil des Lohnes für die Mannschaft dar. Zehn zusätzliche Dollar und vielleicht ein Ausrüstungsgegenstand sind deshalb hoch willkommene Geschenke.
Große Überraschung bei der Rückkehr in die Lodge, standen doch plötzlich Herr und Frau Keil vor uns. Selbst auf einer Ostafrikatour unterwegs, wollten sie nicht nur ihren Sohn besuchen, sondern überzeugten sich auch persönlich vom Erfolg ihrer beiden Stipendiaten Jan und Marc. Der Abend wurde lang, aber er verging wie im Fluge mit vielen Geschichten über die Abenteuer unseres ersten Berges und die Erlebnisse, die Keils zu berichten hatten. Und weil zu einem afrikanischen Berg auch ein afrikanischer Gipfelschnaps gehörte, tranken die meisten Teilnehmer erstmalig etwas, das zwar als Cognac bestellt wurde, sich aber als Konyagi, also Zuckerrohrschnaps entpuppte.
Der erforderliche Ruhetag diente uns nicht nur zur Erholung, einige Teilnehmer waren tatsächlich etwas angeschlagen, sondern auch zu einer Fotosafari in den Arusha Nationalpark. Viele Giraffen und Zebras, Büffel, Waldelefanten, Nashornvögel, Warzenschweine, tausende von Flamingos, verschiedene Affen und natürlich die Schönheit der Landschaft Ostafrikas machten auch diesen Tag zu einem Erlebnis. Diese Schönheit hatte schon vor über fünfzig Jahren den Hollywood Regisseur Howard Hawks inspiriert, hier den Film Hatari mit John Wayne und Hardy Krüger zu drehen. Die Hatari-Lodge, Drehort des Filmes, existiert heute noch und war uns ebenfalls einen Besuch wert. Abends wanderten wir noch hinüber zur Snake-Farm. Hier gab es neben den verschiedensten giftigen und ungiftigen Schlangen auch Krokodile und viele verschiedene Chamäleons zu sehen.
Tags darauf ging es auch schon wieder los. Bustransfer zum Marangu-Gate, dem Start unserer Kilimanjaro-Tour. Die Marangu Route, auch Coca Cola Route genannt, begann in ca. 1800 m Höhe im Dschungel und führte am ersten Tag hinauf bis an die Grenze der Moorlandzone und zur Mandara-Hütte auf 2.720 m. Früher einmal hieß sie Bismarckhütte, wurde jedoch schon vor vielen Jahren im Zuge der Entkolonialisierung umbenannt. Der folgende Tag brachte uns dann vorbei an Lobelien, Fackellilien und anderen Pflanzen bis fast an die Vegetationsgrenze, wo auf 3720 m die Horombo-Hütten lagen. Dieses Hüttendorf ist die größte Siedlung am Berg, denn hier treffen sich aufsteigende Gruppen, diejenigen, die in der Nacht einen Gipfelversuch unternommen haben und alle, die während des Aufstiegs einen weiteren Tag zur Akklimatisierung einlegen wollen, so wie wir. Der Aklimatisierungsgang führte uns weitere dreihundert Höhenmeter hinauf zum Zebra-Rock, einer Felsformation, die ihren Namen von ihrer charakteristischen Maserung hat. Bis hier hinauf begleiteten uns Gruppen der Riesenkreuzkräuter aus der Familie der Senecien, die ihre Blätter nicht abwerfen, sondern sie um den Stamm hüllen, um sich so vor der nächtlichen Kälte in 4.000 m Höhe zu schützen. Leider zeigte sich, dass auch durch diesen zusätzlichen Tag der Zustand unserer angeschlagenen Teilnehmer sich nicht verbessert hatte und so mussten am folgenden Morgen Linda, Johannes und Marc zurückbleiben und wieder absteigen, während sich die übrige Gruppe zur letzten Hütte vor dem Gipfel, der Kibo-Hut aufmachte. Allerdings drückte dieser Umstand die Stimmung, denn wir wären so gerne alle zusammen auf dem Gipfel gestanden. Aber große Berge sind unberechenbar, und selbst kleine Ursachen wie Erkältungen, die uns auf Meereshöhe nur peripher belästigen, können in der Höhe von 4.000 m schon das Aus bedeuten.
Die Kibo Hut, ein kalter Steinbau auf 4.703 m, stellte die vorletzte Etappe unseres langen Aufstiegs dar, der über die wüstenähnliche Landschaft des Kibosattels, einer staubigen und kahlen Zone zwischen den benachbarten Gipfeln des Mawenzi auf der einen und dem Kili auf der anderen Seite, führte. Bis auf die Gletscherregion hatten wir nun alle Vegetationszonen der Erde durchwandert. Die Nacht sollte wieder kurz werden, denn auch am Kilimanjaro pflegt man um Mitternacht aufzubrechen, um bei Sonnenaufgang am Gipfel zu sein. Ein letztes Mal hieß es Rucksack packen, alle verfügbaren Kleidungsstücke übereinander anziehen, Stirnlampe über die Mütze stülpen und los. Glücklicherweise war es nicht sehr windig, denn der Wind kam von der anderen Seite des Berges. Wir sollten ihn erst am Kraterrand richtig zu spüren bekommen. Vorerst hatten wir uns nur mit der Kälte und der Schwäche auseinander zu setzen. Schon auf 5.000 m stehen nur noch 50% des Sauerstoffs zur Verfügung. Deshalb gingen wir langsam und kontinuierlich, Pole, Pole, oder Langsam, Langsam, wie die Guides immer wieder sagten. Eine endlos erscheinende schuttige Rampe hinauf, Stunde um Stunde, dann mühsame Wegsuche zwischen großen Felsblöcken. Aber alle hielten durch. Noch in der Dunkelheit erreichten wir Gilman’s Point auf 5.681 m, den Kraterrand. Hier sind viele Besteigungen zu Ende, denn das Erreichen des Kraters gilt bei den großen Vulkanen der Welt als Gipfelerfolg. Hier hatten auch die Lietzer im Jahre 2005 ihren Erfolg gefeiert. Aber anstatt in der Kälte des Windes, der von den Gletschern herüber wehte, auf die Sonne zu warten, wollten alle weiter, erschöpft oder nicht. Also erneuter Aufbruch. Jan berichtete mit einem letzten Rest von Ironie, er habe soeben Marc’s Höhenrekord im Kotzen gebrochen und jetzt ginge es ihm besser. Zur Linken wurde der Himmel langsam heller, der Umriss des Mawenzi erschien davor, und wir sahen, dass wir schon höher waren als der Nachbarberg des Kili. Langsam wurden die Gletscher sichtbar, die sich bis zur höchsten Kuppe heraufziehen und heute nicht mehr betreten werden dürfen. In wenigen Jahren werden auch sie verschwunden sein. Aber wir gingen langsam immer weiter, einen letzten langen Hang hinauf bis zu der großen Holztafel, die verkündete: Roof of Africa, Uhuru Peak, 5.895 m! Damit waren wir am Ziel. Alle acht Gipfelaspiranten der Lietz Expedition 2009 standen auf dem höchsten Punkt des afrikanischen Kontinents.
Der Erstbesteiger Hans Meyer und sein österreichischer Führer Ludwig Purtscheller hatten diesen Ort im Jahre 1889 noch stolz „Kaiser Wilhelm Spitze“ getauft und ihn als höchsten Berg des kolonialen Deutschlands für über 6.000 m hoch gehalten. Inzwischen heißt er „Spitze der Freiheit“, und der Staat Tansania weigert sich bis heute anzuerkennen, dass eine GPS Messung nur 5893 m ergeben hat.
All’ dies war uns aber gleichgültig, denn wir schrieen vor Begeisterung mit dem letzten Rest der Atemluft und hissten die Lietzflagge, die Schulleiter Helmut Liersch für diesen Moment aus extra leichtem Material hatte anfertigen lassen. A.T.Z.E. bedeutete nun „Alle Teilnehmer Ziemlich Erschöpft“. Mit Blick auf ihren Sportlehrer machten einige Schüler daraus: „Alter Teilnehmer Ziemlich Erschöpft“. Die Uhr zeigte 6.42 Uhr. Das würde der Ranger in der Hütte später wissen wollen, denn jeder Gipfelerfolg wird peinlich genau registriert. Wir jedoch hatten mehr Interesse für den Schatten des Kilimanjaro, der sich über die Silhouette des Meru geschoben hatte und auf dem Wolkenmeer über Ostafrika lag. Schon nach kurzer Zeit drängten die Guides zum Aufbruch. Der lange Abstieg bis zur Horombo-Hut lag noch vor uns. Die endlose Rampe, die uns im Aufstieg noch genervt hatte, wurde hinunter gesurft, so dass lange Staubfahnen hinter den Bergsteigern herzogen. Eine letzte Nacht auf den engen und durchgelegenen Pritschen der Hütte und dann ging es hinunter zum Gate, nicht jedoch, ohne zuvor noch einmal die rituelle Auszahlung der Träger vorgenommen zu haben, eine freudige Pflicht, der Jan als Zahlmeister souverän nachkam. Einige unserer Begleiter erhielten wieder besondere Geschenke, z. B. Adam, der sich das Geld zum Studium als Führer verdiente und der die zwanzig extra Dollar deshalb bitter nötig hatte, oder unser Chief Guide, der nur im Anorak den Gipfel bestiegen hatte und sich über ein Hemd mit Windstopper freute. Trinkflaschen, Schuhe, Gehstöcke und anderes wechselten den Besitzer. Und dann ging es ab in die Lodge zu unseren zurückgebliebenen Freunden und zur ersten Dusche nach einer Woche. Wen wundert es, dass die Portionen beim Abendessen wieder nicht groß genug sein konnten.
Schon am nächsten Tag mussten wir uns zur Abreise rüsten und wurden in einem einunddreißig Jahre alten VW-Bus zum Flughafen gebracht, der früher einmal der zoologischen Gesellschaft gehört hatte, also dem legendären Professor Grzimek, der sich für die Erhaltung der Natur in Ostafrika ein Leben lang eingesetzt hatte. Am Kilimanjaro International Airport trafen wir auch Familie Keil wieder, die ihre Safari ebenfalls beendet hatte und gemeinsam drängten wir uns kurz darauf in 10.000 m Höhe an den Fenstern, um einen letzten Blick auf den Berg zu werfen, der unsere Träume und Pläne für lange Zeit beherrscht hatte.
Rückblick und Ausblick: Die Vorbereitungen und die Realisierung des Vorhabens erstreckten sich fast über ein Jahr. Alle elf Teilnehmer erreichten zwei der drei Gipfel. Acht Aspiranten standen auf dem Uhuru Peak. Schon diese Tatsachen zeigen, dass die Fahrt und besonders das Engagement unserer Sponsoren ein voller Erfolg war. Es wird eine Dokumentation geben, die in einer Kapelle gezeigt und den Sponsoren übergeben werden wird. Sie ist als Rechenschaftsbericht für die Verwendung der Gelder aufzufassen. Allerdings wird die achte Lietz Expedition auch die letzte gewesen sein, da die Dauer und Größe dieser Unternehmungen ein Ausmaß erreicht haben, das von der Arbeitskraft eines Lehrers allein nicht mehr zu bewältigen ist. Überdies verlagert sich das Interesse der Schülerschaft weg vom Bergsteigen hin zur Sportkletterei, was sich unter anderem auch im Bau des Boulderraumes auf Bieberstein während der ersten Ferienwoche widerspiegelt. In Zukunft werden wir also wahrscheinlich mehr von den Schwierigkeitsgraden beim Free Climbing, vom Deep Water Solo oder von alpinen Klettereien hören als von der Höhe der bestiegenen Berge. Dies ist jedoch auch eine verlockende Aussicht.
Reiner Lange
Umgang mit neuen Medien,
…das haben wir uns in diesem Jahr auf die Fahne geschrieben. Mit viel Euphorie, Freude und Respekt erschließen wir die neuen Medien für unseren Unterrichtsalltag. Einige Fortbildungen haben wir schon durch die einrichtenden Firmen und unseren Administrator Sven Möllers zu den elektronischen Tafeln und den Gebrauch der Laptops erhalten. Den Rest lernen wir gegenseitig von uns und auch von den Schülern. Als erstes zog die elektronische Tafel in unseren neuen Medienraum ein. Aus einem erst spielerischen Umgang ist diese jetzt schon für viele Kollegen ein professionelles Handwerkszeug für einen modernen Unterricht geworden. Die Schüler können sich Stundeninhalte bzw. Tafelbilder zukommen lassen, Moderationstechniken an der Tafel erlernen, im Internet gemeinsam recherchieren und vieles mehr. Für die Lehrer wird es zur Arbeitserleichterung, aber erst nach einer Gewöhnungs- und Lernzeit. Dieses Medium will genau wie alle anderen gut beherrscht sein, damit es uns voran bringt. Es ist notwendig, dass wir uns in diesem Bereich ständig fortbilden.
Mit zwei Laptop-Wagen ist auch der Traum von der Laptopklasse erfüllt. In den Naturwissenschaften und im neuem Medienraum können die Lehrer mit den Schülern gemeinsam die Laptops einsetzen. In meiner ersten Laptop – Stunde habe ich mit den Schülern einen interaktiven Selbstlernkurs zur Thematik Mitose/Meiose durchgeführt. Die Schüler besitzen teilweise große Kompetenzen mit diesem Medium umzugehen. Mit Freude rückte ich in die Rolle des Beobachters und Beraters. Die Erarbeitungsphase hatte einen hohen Grad an Selbstständigkeit. Die Theorie wurde durch Filme gut verdeutlicht und von den Schülern verstanden. Durch entsprechende Tests konnten die Schüler ihr erworbenes Wissen gleich überprüfen.
Für mich ist hier ein weiterer großer Meilenstein erreicht für einen modernen Unterricht, der Schülern hilft sich Kenntnisse zu erschließen und anzuwenden, und neben diesem wichtigen Punkt macht es auch unheimlich Spaß damit zu arbeiten.
Sandra Möllers, Lehrerin in Bieberstein
SPORT
Liebe SchülerInnen, liebe KollegInnen,
hier kommt eine Aufstellung darüber, was in diesem Schuljahr im Sport so alles passieren könnte oder schon passiert ist. Soweit es jetzt schon feststeht oder angedacht ist, gibt es die folgenden Ereignisse, Events, Wettkämpfe, Turniere, Highlights oder wie Ihr es auch immer nennt.
Einige können einfach so mitgemacht werden, andere sind an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, z. B. vorheriges Konditionstraining oder persönliche Auswahl durch den jeweiligen Betreuer und die Zusage der Kostenübernahme durch die Eltern.
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